Realisieren zukunftsträchtiger Möglichkeiten unter Risiko und Ungewissheit
Grundlagen- und Praxisworkshop 19. - 20. März 2026
In Zeiten tiefgreifender, nicht-linearer Veränderungen stehen Organisationen vor einer zentralen Frage:
Optimieren wir weiterhin die Vergangenheit – oder entwickeln wir echte Zukunftsfähigkeit?
Viele Organisationen erleben aktuell, dass bewährte Steuerungslogiken, Planungsinstrumente und Change-Architekturen an ihre Grenzen kommen. Strategien greifen nicht mehr, Innovationsprozesse verlaufen zäh, und trotz hoher individueller Kompetenz sinkt die kollektive Handlungsfähigkeit. Entscheidungen werden vertagt, Energie verpufft, Zukunft wird zwar diskutiert – aber nicht wirksam gestaltet.
Organisationaler Wandel unter diesen Bedingungen erfordert mehr als neue Methoden oder ambitionierte Zielbilder. Gefragt ist die Fähigkeit, als Organisation wahrzunehmen, was sich an neuen Möglichkeiten, Risiken und Entwicklungsrichtungen bereits abzeichnet – auch dann, wenn diese noch nicht eindeutig benennbar oder planbar sind.
Zukunftsfähigkeit ist eine kollektive Leistung
Für neue Produkte, Geschäftsmodelle, Strukturen und Formen der Zusammenarbeit reicht es nicht aus, Erfahrungen fortzuschreiben oder bekannte Lösungen zu variieren. Organisationen brauchen:
gemeinsame Wahrnehmungs- und Orientierungsfähigkeit
die Fähigkeit, schwache Signale und emergente Entwicklungen frühzeitig zu erkennen
Räume, in denen Widersprüche, Unsicherheit und Nicht-Wissen produktiv bearbeitet werden können
den Mut, unter Risiko zu experimentieren – und daraus organisational zu lernen
tragfähige Formen kollektiver Willensbildung und Umsetzung
Theory U als Organisations- und Führungsansatz
Theory U vermittelt eine Grundhaltung und einen Prozess, mit dem Organisationen lernen, aus der entstehenden Zukunft heraus zu führen, statt ausschließlich aus der Vergangenheit zu steuern. Der U-Prozess unterscheidet sich grundlegend von linearen, zielorientierten Vorgehensweisen: Er ermöglicht es, innezuhalten, Wahrnehmung zu vertiefen und Entwicklungspfade zu eröffnen, die vorher nicht sichtbar waren.
Im Zentrum steht dabei Co-Sensing:
die Fähigkeit von Teams, Führungskreisen und Organisationen, gemeinsam relevante Zukunftsfragen, Potenzialfelder und Handlungsoptionen zu entdecken – und diese bewusst in Strategie, Struktur und Umsetzung zu übersetzen.
Co-Sensing ist damit keine individuelle Kompetenz, sondern eine organisationale Schlüsselfähigkeit für Agilität, Innovationskraft und nachhaltige Entwicklung.
Presencing: Zukunft handlungsfähig machen
Der U-Prozess führt Organisationen entlang von Entdeckungspfaden, die über Analyse und Planung hinausgehen. Im Moment des Presencing werden noch vage, aber richtungsweisende Zukunftsbilder erfahrbar. Diese bilden den Ausgangspunkt für Prototypen, Experimente und konkrete Umsetzungsschritte.
So entsteht ein anderer Zugang zu Strategie und Organisationsentwicklung:
nicht als exakte Vorhersage, sondern als iteratives In-die-Welt-Bringen dessen, was entstehen will.
Was ermöglicht ein gelungener U-Prozess auf organisationaler Ebene – und wie wird das im Workshop erfahrbar?
Ein gelungener U-Prozess stärkt zentrale organisationale Fähigkeiten. Da im Workshop Menschen aus unterschiedlichen Organisationen zusammenkommen, werden diese Wirkungen nicht nur konzeptionell verstanden, sondern auf individueller Ebene unmittelbar erlebt – als persönliche Erfahrung von Führung, Zusammenarbeit und Entscheidung unter Unsicherheit.
Konkret ermöglicht der U-Prozess:
Wiedergewinnung kollektiver Handlungsfähigkeit – erfahrbar im gemeinsamen Arbeiten über Organisationsgrenzen hinweg
Gemeinsame Wahrnehmung statt fragmentierter Einzelperspektiven – erlebbar durch dialogische und resonanzbasierte Formate
Klarheit über relevante Zukunftsthemen jenseits von Trendlisten – durch das Arbeiten mit eigenen realen Fragestellungen der Teilnehmenden
Erhöhte Risikobereitschaft bei gleichzeitiger Lernfähigkeit – erfahrbar in Experimenten und Prototypen im geschützten Rahmen
Verankerung von Innovation in Strukturen, Rollen und Entscheidungsprozessen – reflektiert an den eigenen organisationalen Kontexten
Energie durch gemeinsam geteilte Verantwortung – nicht durch Appelle, sondern durch gemeinsam durchlebte Spannung, Irritation und Erkenntnis
Was dürfen Sie von diesem Workshop erwarten?
Reflexion des „blinden Flecks“ klassischer Management-, Strategie- und OE-Ansätze
Verständnis des U-Prozesses als Führungs- und Organisationsmodell
Konkrete methodische Zugänge für Strategie, Innovation und OE
Dialogische Formate zur kollektiven Wahrnehmung entstehender Zukunft
Arbeit an realen organisationalen Fragestellungen
Umgang mit Unsicherheit, Nicht-Wissen und Risiko in Organisationen
Der Workshop bildet damit einen Erfahrungsraum, in dem organisationale Zukunftsfähigkeit zunächst individuell erlebt wird – als Voraussetzung, um sie später in den eigenen Organisationen wirksam zu gestalten.
Für wen ist der Workshop gedacht?
Der Workshop richtet sich an Führungskräfte, interne OE- und HR-Verantwortliche, Innovationsverantwortliche sowie Berater:innen, die Organisationen unter Bedingungen von Unsicherheit, Druck und Ambiguität zukunftsfähig gestalten wollen – und die Führung nicht primär als individuelle Rolle, sondern als kollektive Organisationsleistung verstehen.
Post-Workshop-Coaching
Optional bieten wir den Teilnehmenden ein Post-Workshop-Coaching an. Dabei beraten wir sie bei der Entwicklung und Umsetzung von Innovations-Prozessen in Ihren Unternehmen/Organisationen/Projekten.
Die Kosten für den 2-tägigen Workshop betragen (inkl. Tagungspauschale, Unterlagen, Pausenverpflegung) EUR 1.290,- (zzgl. 20% USt.) Das Mittagessen ist nicht inkludiert. Frühbucher: bei Anmeldungen bis 18. Dezember 2025: EUR 1.150,- (zzgl. 20% USt.)