Hypothesen über Netzwerke

  • Entscheidungsfindung: Netzwerke haben andere Koordinationsmechanismen als die bewährten Mittel der Hierarchie und des Marktes. Die wechselseitige Abhängigkeit der Partner am Weg zur Lösung, der Mechanismus der wechselseitigen Nutzenstiftung und die immer wieder neu zu gestaltende Form der Entscheidungsfindung sind dabei zentrale Merkmale.
  • Durchlässigkeit der Grenzen: In Netzwerken treten bewährte Mechanismen der Regu-lierung von Außengrenzen in den Hintergrund – die Nutzenstiftung tritt in den Vorder-grund. So benötigen z.B.: organisationsübergreifende Wertschöpfungsketten laufende Abstimmungsprozesse auf den untersten Ebenen. Durch diese Querverbindungen wer-den Organisationen auf der unteren Ebene geöffnet und erscheinen nicht mehr als ge-schlossene Einheiten mit klar definierten Zugehörigkeiten wie zuvor.

  • Identität: Das Management steht vor neuen Herausforderungen der Identitätsbildung sowie der Bindung ihrer MitarbeiterInnen. Durch das Öffnen der Organisation auf den un-teren Ebenen muss das Management in Netzwerkorganisationen zunehmend dafür sor-gen, dass MitarbeiterInnen das Interesse der Lieferanten nicht mit dem eigenen Interes-se verwechseln, die daraus resultierenden Interessenskonflikte handeln können und mit ihrer Organisation verbunden bleiben.